Wir sind weitergezogen

Bei nächster Gelegenheit werde ich Martin, meinen Administrator bitten, einen neuen Blog zu erstellen, denn „Wir in Indien“ ist seit Ende März Geschichte. Trotzdem ist hier der beste Ort, um Euch auf dem Laufenden zu halten. Ich habe fest vor, das wieder öfter zu tun, da Facebook kein geeigneter Ersatz ist und ich persönliche Mails leider viel zu selten schreibe. Lasst uns also versuchen, hier in Kontakt zu bleiben, ich würde mich freuen, wenn ihr gelegentlich reinschaut und euch zurückmeldet.

Indien haben wir Ende März verlassen mit sehr gemischten Gefühlen. Nach drei Jahren war Pune Heimat geworden, die uns geprägt hat und die wir immer wieder vermissen. Dazu möchte ich ausführlicher an anderer Stelle schreiben.

Einige Wochen haben wir in Deutschland verbracht. Bald hat sich dann entschieden, dass unser nächster Wohnort in den USA liegen würde, Martin wird dort bei Bendix in Elyria arbeiten.

Die Zeit mit Familie und Freunden war schön. Wir haben viele kleine Dinge genossen, die frischen Brezeln vom Bäcker, gutes Bier, Spielplätze, Stadtbummel, Einkaufen auf dem Markt, aber am meisten die Zeit mit den Leuten. Es tut unendlich gut, zu wissen, dass ihr alle da seid, und dass wir uns verstehen, auch wenn wir uns lange nicht gesehen haben.

Anfang Mai haben wir Martin verabschiedet, und Mitte Mai sind David und ich nachgereist. Die „Kalte Sophie“ am Blutfreitag hat uns mit Regen verabschiedet, so dass sogar in Friedrichshafen ein Bus vom Gate zum Flugzeug fahren musste. Über Frankfurt und Chicago ging unser Flug nach Cleveland in Ohio. Den langen Flug hat David gut gelaunt gemeistert, mit Hilfe vonMickey Maus auf dem Bildschirm. Bei der Einreise in Chicago mussten wir eine Stunde Schlange stehen, da würde unsere Laune etwas getrübt. Als dann Abrechnung Martin am Gepäckband in Cleveland auf uns wartete, war die Welt wieder in Ordnung.

bis wir ein Haus gefunden haben, müssen wir im Hotel wohnen. Wir haben uns da schon verbessert, von Extended Stay America nach Mariott Residence Inn. Hier gibt es anständiges Frühstück, hoffentlich bald einen Pool, und zwei Betten im Zimmer.

Unsere ersten Eindrücke in Kurzform, die Reihenfolge ist spontan:

  • Englisch wird auch hier gesprochen, doch für meine an Indien gewohnten Ohren ist es schwer verständlich. Das wird etwas Zeit brauchen. Genauso der Smalltalk. Die indischen Floskeln passen nicht, kein Kindly…, correct, etc.
  • unterwegs schaut uns niemand nach. Blond und hellhäutig sind hier viele Leute.
  • das Klima ist angenehm. Ein paar Tage waren kalt mit 10 Grad tagsüber, doch jetzt gibt es tagsüber 25 bis 28 Grad (80 Grad Fahrenheit und darüber) und viel Sonne.
  • wo gibt es Spielplätze? Wo wir hinkommen, jedenfalls nicht. Vermutlich ist es ein Haftungsproblem, Spielgeräten öffentlich zugänglich aufzustellen, auch in den Wohngebieten. Da hat jeder seine private Schaukel hinter dem Haus stehen.
  • so angenehm das Klima draußen ist, in Läden und Restaurants muss man sich auf frieren einstellen. Sehr ungemütlich.
  • Autofahren ist entspannt. Jeder hält sich an die Regeln und die Polizei ist sehr präsent. Ungewohnt sind noch die Ampeln hinter der Kreuzung, das rechts abbiegen bei Rot, das Anhalten wenn ein Schulbus rot blinkt. Aber es wird schon.

In den Lebensmittelläden kennen wir uns schon einigermaßen aus. Es gibt immer große Packungen, und einige Dinge wie Milchprodukte sind recht teuer. Bäcker und Metzger gibt es kaum, alles kommt aus dem Supermarkt.

Wir sind momentan mit einem Auto unterwegs, deshalb bringen wir Martin zur Arbeit und holen ihn ab. Somit ist der Tag strukturiert und unser Erkundungstempo gebremst.

Gefällt es uns? Es ist alles in Ordnung, und die Leute sind freundlich. Aber es fehlen noch kleine und große Freunde zu unserem Glück. Bestimmt finden sich die leichter, wenn wir ein Haus gefunden haben. Dafür brauchen wir noch etwas Glück, drückt uns bitte die Daumen.

Bis bald!

 

 

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BohleysBrezelBäckerei

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Erster Versuch – auch wenn die Symmetrie noch nicht perfekt war, geschmeckt hat es toll!

 

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Feels like home…

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Heute morgen fand Martin diese Notiz zur Europawahl in der Times of India und fühlte sich doch gleich wie daheim.

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Skiwochenende in Kaschmir

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