Engagement Party

Am letzten Wochenende sind wir in die Welt der indischen Feiern und Braeuche eingestiegen. Eine Mitarbeiterin aus Martins Entwicklerteam hatte zu ihrer Verlobungsfeier eingeladen, in ihre Heimatstadt. Diese ist 250 km von Pune entfernt, und zusammen mit vier weiteren ihrer Kollegen haben wir uns entschlossen, mitzufeiern.

Wie sollten wir reisen? Bus, Bahn oder Taxi waren die Optionen, und am Ende haben wir ein Taxi genommen. Der große Vorteil: wir wuerden irgendwann am Abend wieder zurueckkommen, nicht erst in der Nacht oder am fruehen Morgen.

Die Feier sollte von zehn bis dreizehn Uhr stattfinden, also mussten wir frueh los. Ganz so frueh wie geplant kamen wir dann doch nicht weg, und deshalb kamen wir auch eindeutig zu spaet an, erst nach zwoelf.

Das war schade, denn die Puja/Zeremonie hatten wir somit verpasst, das spannendste fuer uns. Nur auf Bildern haben wir inzwischen gesehen, wie die ungefaehr ablief, jedenfalls haben die zwei am Ende Ringe getauscht.

Gekleidet waren die beiden traditionell, sie in Sari, er in Kurta/Pajama. Die meisten Gaeste ebenso, wir konnten da (noch) nicht mithalten, deshalb muessen wir demnaechst mal einkaufen gehen.

Fuer die erste Haelfte der Gaeste wurde gerade das Mittagessen serviert, als wir ankamen. Wir wurden inzwischen vom Brautvater und von seinem Schwiegersohn begruesst und unterhalten.

Dann kam die zweite Runde Mittagessen, an dem wir und auch das Paar und deren Eltern teilnahmen.  Es gab vegetarische Gerichte, Reis, Dal, Puri, Subzi, Gulab Jamun und noch einige andere, dazu Wasser und Buttermilch, alles auf einmal, suess und pikant. Wir wurden von vielen sehr genau beobachtet und haben uns bemueht, moeglichst ordentlich mit rechter Hand und Loeffel zu essen.

 

Wie ueblich in Indien, klang die Feier nach dem Essen langsam aus, und so haben wir , nachdem wir einige Fotos geschossen hatten und uns mit der Familie nett unterhalten, gegen drei wieder auf den Rueckweg gemacht.

 

Reisen dauert in Indien. Fuer 250 km waren wir wieder fuenf Stunden auf der Strasse, obwohl wir die meiste Zeit auf dem National Highway, was ungefaehr einer Autobahn entspricht, reisen konnten.

Nach vielen Stunden im Auto sitzen waren wir am abend gluecklich, wieder daheim zu sein.   Doch der Weg hat sich gelohnt, wir haben wieder viel gesehen und erlebt.

 

 

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